Eine Einführung in Bestandszeichnungen

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Sie hören immer wieder, wie Auftragnehmer beiläufig Bestandszeichnungen erwähnen. Sie sind zwar mit der Idee von Bestandszeichnungen vertraut, aber kennen Sie auch wirklich den Kern von as-built? In diesem Artikel besprechen wir das Grundkonzept von as-built-Zeichnungen und warum sie für Ihre Bauprojekte unerlässlich sind.

Was sind Bestandszeichnungen eigentlich?

As-built-Zeichnungen, oder Bestandszeichnungen, zeigen die ursprünglichen Komponenten eines Projekts einschließlich Lage, Abmessungen und aller anderen zugehörigen Daten. Auch andere Details, wie z.B. Spezifikationen von Wänden, Türen, Fenstern, Sanitäranlagen und Elektroinstallationen sind enthalten. Bestandszeichnungen werden von Auftragnehmern nach Abschluss eines Bauprojekts fertiggestellt und eingereicht.

Rebecca Ellis hat in ihrem Artikel, der im Juni 2001 in Engineered Systems veröffentlicht wurde, eine gute Definition von Bestandszeichnungen verfasst. In diesem Artikel heißt es: „Bestandszeichnungen sind Konstruktionszeichnungen, die überarbeitet wurden, um alle Änderungen widerzuspiegeln, d.h. Konstruktionsänderungen, die durch Änderungsaufträge vorgenommen wurden, Bauteilverlagerungen, die für die Koordination erforderlich sind, Umleitungen von Verteilersystemen usw.“.

Lesen Sie für weitere Informationen unseren Geniebelt as-built 101 Leitfaden.

Warum sind Bestandszeichnungen so wichtig?

Bauvorhaben werden in der Regel nie so genau und präzise ausgeführt, wie sie geplant wurden. Da ständig Änderungen direkt auf der Baustelle vorgenommen werden und Auftragnehmer vom ursprünglichen Entwurf abweichende Teile und Komponenten installieren, müssen sie die Änderungen direkt in den Zeichnungen oder Plänen festhalten. Bestandszeichnungen haben zwei Hauptziele, die sie zu einem sehr wichtigen Dokument in Bauprojekten machen.

  1. Bestandszeichnungen sind Zeichnungsprotokolle, auf denen zukünftige Änderungen basieren. So werden beispielsweise zukünftige Renovierungen oder Gebäudeerweiterungen für Auftragnehmer einfacher, effizienter und weniger lästig gestaltet, da sie die as-built-Dokumente für wichtige Informationen wie Rohrleitungen, Kanalführungen, Stromkreise und -systeme usw. abrufen können.
  2. Bestandszeichnungen dienen dem Facility-Management-Team als wertvolle Tools, um kritische Objekte und Gegenstände, insbesondere für die Notfallvorsorge, genau zu lokalisieren.

Wer erstellt Bestandszeichnungen

Bestandszeichnungen werden normalerweise von Architekten und Designern erstellt, da sie die Projekte planen und mit den ursprünglichen Spezifikationen vertraut sind. In der modernen Baupraxis kann der Verantwortliche jedoch entweder intern oder extern sein. In der Regel ist es der Auftragnehmer, der die endgültigen Technischen Zeichnungen auf der Baustelle mit Änderungen versieht, traditionell mit roter Tinte. Die mit Problemen gekennzeichneten Zeichnungen werden dann vom Beraterteam verwendet, um endgültige Zeichnungen des abgeschlossenen Projekts zu erstellen (Zeichnungen im Bauzustand). Diese Technischen Zeichnungen werden dann für die Gesundheits- und Sicherheitsdokumentation verwendet oder nach Abschluss des Projekts als Betriebs- und Wartungsanleitung für den Kunden abgelegt.

Für eine ausführliche Lektüre zu diesem Thema folgen Sie dem Link zu unserem Artikel, in dem Sie erfahren, wer Bestandszeichnungen erstellt und wen Sie beauftragen sollten.

Bestandszeichnungen verwalten

Bestandszeichnungen enthalten sehr wichtige Informationen. Daher ist es wichtig, dass ein vollständiger Satz Ihrer Bestandszeichnungen jederzeit auf Ihren Baustellen verfügbar ist. Da as-built-Dokumente einen großen Teil des Inbetriebnahmeprozesses ausmachen, sind hier einige Punkte zu beachten, wenn es um den Umgang und die Verwaltung geht:

  1. Dokumentieren und protokollieren Sie immer alle Details bezüglich Änderungen oder Ergänzungen zu früheren Daten oder Informationen (einschließlich Materialien, Maße, Installation usw.).
  2. Sammeln Sie alle diese Änderungen während der gesamten Bauphase in der as-built-Dokumentation.

Es ist wichtig, neue Informationen aufzunehmen, alte zu löschen und Änderungen zu notieren, um eine transparente Übersicht über die Historie Ihrer Änderungen, deren Details und Gründe zu erstellen. Möglicherweise möchten Sie auch Folgendes in Ihre as-built-Zeichnungen aufnehmen:

  1. Beschreibung der vorgenommenen Änderungen
  2. Datum der vorgenommenen Änderungen
  3. Klare und präzise Korrekturen
  4. Farbkennzeichnung für hinzugefügte, gelöschte oder wichtige Änderungen
  5. Einheitlicher Maßstab beim Hinzufügen, Ändern oder Erstellen von Bestandszeichnungen in verschiedenen Dokumenten
  6. Änderungen nach der Endkontrolle
  7. Anhänge von zugehörigen Zeichnungen und anderen Referenzen für einen besseren Kontext der vorgenommenen Änderungen

Präzision ist wichtig, wenn es um Bestandszeichnungen geht. Beachten Sie die folgenden Punkte, um höchste Genauigkeit zu gewährleisten, wenn Sie Inspektionen anhand der tatsächlichen Installationen durchführen:

  1. Stellen Sie nach Abschluss der Bauarbeiten sicher, dass das Bauprojekt einmalig gründlich durchlaufen wird, einschließlich der Inspektion von Decken und anderen verborgenen, nicht zugänglichen Elementen.
  2. Bevor Systemobjekte verdeckt werden, koordinieren Sie Ihre Installateure und Inspekteure, um sicherzustellen, dass die abgeschlossenen Installationen überprüft werden, bevor Sie verdeckt werden, damit der Bauprozess nicht verzögert wird. Verdeckte Systeme sollten vor Fertigstellung in verschiedenen Bauphasen mehrfach überprüft worden sein.
  3. Während der Bauphase sollten regelmäßig Überprüfungen durchgeführt werden, sei es monatlich, vierzehntägig oder nach einem anderen vereinbarten Zeitplan. Intensive, regelmäßige Inspektionen sind am effektivsten, um die Dokumentation der Systemkomponenten zu gewährleisten, ohne den Bauablauf zu gefährden.

Bestandszeichnungen im digitalen Zeitalter

Da sich Bauprozesse immer weiter von den herkömmlichen Dokumentationsmethoden entfernen, beginnen digitale Dokumentationsplattformen die Büros und Baustellen zu erobern. As-built-Software auf mobilen Geräten wird heute vermehrt für effizientere as-built Bauprozesse eingesetzt. Einige Softwarelösungen mit der Funktion zum Erstellen von Bestandszeichnungen wurden herausgebracht, um die Erstellung und Bearbeitung von As-Built-Zeichnungen auf mobilen Geräten zu vereinfachen. Neben einer effizienteren as-built-Bauweise ermöglicht diese Software eine höhere Präzision im Bauprozess.

In der Vergangenheit war as-built sehr zeitaufwendig und konzentrierte sich vor allem auf die Sicherstellung ihrer Genauigkeit. Mit mobiler Technologie und as-built-Software können nun alle anfallenden Aufgaben standardisiert, digitalisiert und sogar automatisiert werden, um den Review-and-Record-Prozess zu erleichtern. Der Einsatz von Bautechnik und As-Built-Software führt zu einer besseren Bestandsaufnahmen und daraus resultierend zu besseren Ergebnissen Ihrer Bauvorhaben.

Bautechnologie und as-built-Software können, wenn sie gemeinsam genutzt werden, höchste Qualität erreichen. Mit der richtigen mobilen Lösung für Ihre Bestandszeichnungen können Sie alle während des Einsatzes vorgenommenen Änderungen in Echtzeit direkt vom Arbeitsplatz aus dokumentieren. Auf diese Weise können Sie alle neuen Informationen überprüfen und auf Ihre As-Built-Pläne anwenden.

Die passende as-built-Software wählen

Wenn Sie die für Sie passende as-built-Software suchen, wählen Sie die Bautechnologie aus, mit der Sie den Überblick über Ihre gesamte As-Built-Dokumentation behalten. Entscheiden Sie sich für die App, mit der Sie umfassende Zeichnungen Ihrer Pläne erstellen können. Wir empfehlen Ihnen, auf diese wichtigen Eigenschaften zu achten:

  1. Stellen Sie sicher, dass Sie eine Software auswählen, die genaue Zeichnungen generiert. Ihre as-built-App sollte über einen vollständigen Satz von Markup-Tools verfügen, einschließlich Foto und Video.
  2. Wählen Sie eine Bautechnologie, die Ihren Übergabeprozess optimiert. Entscheiden Sie sich also für eine Software, mit der Sie nur die Details des tatsächlichen Baus exportieren, damit Betriebs- und Wartungsteams wissen, was genau gebaut wurde und was nicht.
  3. Entscheiden Sie sich für eine as-built-Software mit einer durchsuchbaren historischen Aufzeichnung. Reduzieren Sie Risiken durch eine detaillierte Aufzeichnung der genauen Arbeitsleistung und mit der Transparenz, wer was getan hat.

As-Built muss nicht immer nervenaufreibend sein, denn mit der richtigen Software können Sie sie zu Ihrem Vorteil nutzen und sich ein ganzheitliches Bild von Ihrem gesamten Projekt machen. Erfahren Sie, wie Sie as-built noch heute in Ihr Bauprojektmanagement integrieren können.

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Thema: Projektmanagement
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